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Vor einiger Zeit sah ich im Kino einen Film mit dem Titel „Babel“. Er handelte von einer tragischen und unübersichtlichen Verkettung menschlicher Umstände. Die betroffenen Personen lebten an ganz verschiedenen Orten der Welt unter ganz unterschiedlichen Bedingungen und waren doch durch bestimmte Kommunikationsabläufe, Gegenstände und Handlungen untrennbar miteinander verbunden. Sie kannten sich nicht einmal gegenseitig und waren doch Teile eines in sich geschlossenen Handlungsablaufs. Das Faszinierende an dem Film war, dass dieser Handlungsablauf nicht einfach aus der Luft gegriffen erschien, sondern dass er in einer Welt wie der unseren durchaus als Realität denkbar wäre. Wir leben nämlich heute in einer global vernetzten, kontrollierten und dennoch für den einzelnen Menschen völlig verwirrenden und unübersichtlichen Welt. Es ist die Babelwelt, denn Babel bedeutet „Verwirrung“.
Ich fühlte mich unmittelbar an ein Wort aus 1.Mo.11 erinnert, wo die Menschen kurz nach der Sintflut in der Ebene Sinear auf babylonischem Gebiet (heute Irak) in einer ganz ähnlichen Situation lebten. Es heißt dort ab Vers 1ff: „Es hatte aber die ganze Welt einerlei Sprache und einerlei Rede…..Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!....Und der Herr sprach: Siehe, es ist nur ein einziges Volk und sie sprechen alle nur eine Sprache, und dies ist erst der Anfang ihres Unternehmens. Nun wird es ihnen nicht unmöglich sein, alles auszuführen, was sie sich vorgenommen haben. Wohlan, lasst uns hinabfahren und daselbst ihre Sprache verwirren…“ Alle diese Dinge sprechen mich sehr an.
 Frage: Leben auch wir in einer Welt, die Türme bis zum Himmel baut?
Schauen Sie sich doch einmal die Skylines unserer Großstädte an. Die Türme werden sogar als Wolkenkratzer bezeichnet, sie reichen buchstäblich in die Wolken hinein. Wenn wir heute in der globalen Babelwelt leben, sollten wir solche Türme über die ganze Erde verteilt finden. Und genau das ist auch der Fall. Im alten Babylon der Bibel dagegen sind sie überhaupt nicht mehr zu sehen.
Frage: Spricht die ganze Welt eine Sprache?
Ich glaube schon. Wenn Sie heute nach Afrika oder Indien, nach Asien oder Australien oder sonst wohin fahren, dann kommen Ihnen aus allen möglichen Ecken diejenigen entgegen, die Sie als Touristen erkannt haben. Sprechen Sie diese Leute ruhig auf Englisch an, und Sie werden erleben, dass man Sie versteht! Die ganze Babelwelt scheint einerlei Sprache zu sprechen, und diese Sprache ist Englisch. Es breitet sich immer weiter aus.
Frage: Gibt es Menschen, die die ganze Welt vereinigen wollen unter einem Namen? Sind es solche, die dazu nicht nur eine Sprache sprechen, sondern auch eine einheitliche Rede bzw. Redewendungen benutzen, vielleicht sogar einheitliche Zeichen?
Ich kann nicht anders, als hierbei an die internationale Politik zu denken. Haben sie die Weltpolitiker beobachtet? Vor 40 Jahren war es noch eine bunte Mischung aus allen Kontinenten. Heute tragen sie alle schwarze Anzüge mit Krawatten, die Frauen schwarze Kostüme oder Hosenanzüge. Sie haben den gleichen Gesichtsausdruck. Sie machen die gleichen Bewegungen. Sie haben beim Sprechen den gleichen Tonfall, nämlich immer politisch korrekt. Sie geben sich sogar die gleichen Handzeichen.
Und sie führen einerlei Rede: Die Diplomatensprache der Welt. Diese Sprache ist für den kleinen Mann unverständlich, aber sie wird von jedem Insider erkannt. Und sie wollen nichts anderes als den gesamten Globus unter dem Banner der Neuen Weltordnung zu vereinigen. Internationale Organisationen unter dem Dach der USA und der UNO sind im Dutzend billiger vorhanden.
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